Fütterung im Urlaub mit Hund - warum ich heute vieles anders mache
Urlaub bedeutet für mich Entspannung: Neue Orte entdecken, Zeit mit der Familie verbringen und natürlich unsere Hunde dabei haben. Trotzdem gab es lange Zeit einen Punkt, der mich schon Wochen vor der Abreise beschäftigt hat: Wie füttere ich meine Hunde unterwegs?
Wer seinen Hund mit Trocken- oder Nassfutter füttert, kann die gewohnte Menge meist relativ unkompliziert mitnehmen. Bei mir sah das anders aus. Damals habe ich gebarft und irgendwann gemerkt, dass genau das im Urlaub schnell zur Herausforderung werden kann.
Warum das Futter im Urlaub für mich lange ein Problem war
Als wir noch mit unseren Kindern und und unserem ersten Hund in Ferienwohnungen Urlaub gemacht haben, wusste ich vorher nie, wie viel Platz im Gefrierfach überhaupt vorhanden sein würde. Außerdem war oft unklar, ob ich vor Ort überhaupt geeignete Zutaten bekommen würde. Und ehrlich gesagt hatte ich auch wenig Lust, im Urlaub in einer fremden Küche mit rohem Fleisch und Innereien zu hantieren. Seit 2020 reisen wir mit dem Wohnwagen, inzwischen sind dabei immer zwei Hunde mit an Bord. Das Reisen mit dem Wohnwagen gefällt uns unglaublich gut, aber das kleine Gefrierfach ist natürlich nicht dafür gemacht, mehrere Wochen BARF-Rationen zu lagern.
Von Trockenfutter bis Fertig-Barf: Wir haben einiges ausprobiert
Trockenfutter war schnell wieder vom Tisch. Meine Hunde haben es schlichtweg verweigert. Also probierte ich verschiedene Fertig-BARF und Trocken-BARF-Produkte aus. Das klang zunächst nach der perfekten Lösung. Aber bei meinen Hunden endete es häufig mit weichem Kot oder sogar Durchfall. Auch verschiedene Nassfutter habe ich getestet. Manche wurden gefressen, andere nicht, und bei einigen reagierten meine Hunde erneut mit weichem Kot oder Durchfall.
Das bedeutet aber nicht, dass Fertig-Barf oder Trocken-Barf grundsätzlich keine gute Lösung für den Urlaub ist. Im Gegenteil: Viele Hunde vertragen es hervorragend und für ihre Halter ist es eine praktische Möglichkeit, auch unterwegs möglichst nah an der gewohnten Fütterung zu bleiben. Meine Hunde gehören leider eher zu den sensiblen Kandidaten, weshalb ich für uns eine andere Lösung finden musste.
Vielleicht kennst du das auch: Eigentlich möchtest du den Urlaub genießen, stattdessen machst du dir Gedanken darüber, ob der Hund das Futter verträgt, wo du Nachschub bekommst oder ob morgen wieder Durchfall auf dich wartet.
Zu Hause hatte ich inzwischen meine Hunde auf selbstgekochte Rationen umgestellt. Warum sollte ich also im Urlaub alles anders machen?
Heute bereite ich den Urlaub deshalb ganz anders vor.
Die Lösung war näher an unserem Alltag, als ich dachte
Statt frischem Fleisch kommen passende Reinfleischdosen mit, die ich vorher bereits zu Hause auf Verträglichkeit getestet habe. Kartoffel- oder Gemüseflocken lassen sich platzsparend transportieren und sind schnell zubereitet. Mineralstoffe und andere Ergänzungen wiege ich schon vor der Reise für den gesamten Zeitraum ab, vermische sie gründlich und fülle sie in ein Schraubglas. Unterwegs muss ich dann nur noch die jeweilige Tagesmenge entnehmen. Gerade bei meiner inzwischen fast 14-jährigen Colliehündin, deren Ration mehrere individuell abgestimmte Ergänzungen enthält, spart mir das unterwegs unglaublich viel Zeit.
Das Schöne daran: Die Hunde bekommen im Grunde dieselbe Ration wie zu Hause - nur in einer etwas anderen Form. Dadurch bleibt die Fütterung vertraut und die Verdauung muss sich nicht an etwas völlig Neues gewöhnen.
Seitdem sind unsere Urlaube deutlich entspannter. Nicht nur für die Hunde, sondern auch für mich.
Eine Urlaubsalternative gehört vorher in den Probelauf
In meinen Ernährungsberatungen merke ich immer wieder, dass viele Hundehalter vor genau derselben Frage stehen. Muss ich für den Urlaub das Futter wechseln? Kann ich BARF überhaupt mitnehmen? Was mache ich, wenn mein Hund frisch gekochtes Futter bekommt? Und ist eine kurzfristige Umstellung eine gute Idee?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es darauf nicht. Jeder Hund ist anders. Manche Hunde kommen mit einer vorübergehenden Futterumstellung sehr gut zurecht. Andere reagieren schon auf kleine Veränderungen mit weichem Kot, Durchfall oder mangelndem Appetit.
Deshalb ist es so wichtig, sich nicht erst kurz vor der Abreise Gedanken über eine Alternative zu machen. Wenn du deinen Hund im Urlaub anders füttern möchtest als zu Hause, solltest du die ausgewählte Lösung einige Wochen vorher im gewohnten Alltag testen.
So kannst du in Ruhe beobachten, ob dein Hund das Futter gerne frisst und vor allem gut verträgt. Sollte sich zeigen, dass die gewählte Lösung nicht passt, bleibt noch genügend Zeit, eine andere Möglichkeit auszuprobieren. Im Urlaub möchtest du deine Zeit schließlich lieber mit schönen Erlebnissen verbringen als mit Futtersorgen.
Mein Fazit
Heute weiß ich: Es gibt nicht die eine perfekte Lösung für die Fütterung im Urlaub. Entscheidend ist, dass sie zu deinem Hund passt und rechtzeitig getestet wurde. Mit etwas Vorbereitung kannst du viele Probleme vermeiden und den Urlaub gemeinsam mit deinem Hund deutlich entspannter genießen.
Wenn du unsicher bist, welche Lösung für deinen Hund sinnvoll ist, unterstütze ich dich gerne dabei.
